Temperaturkalibrator: Medusa 510 - 2

 
P.O.T.T.S. - Modellreihe
Temperaturkalibrator Medusa














Datenblatt

Die präziseste Kalibration von Temperaturfühlern ist es, sie in eine Reihe sehr reiner Substanzen einzutauchen, wenn diese erstarren oder schmelzen.

Die Erstarrungs- oder (Schmelz-) Temperaturen dieser sehr reinen Substanzen sind fest und absolut und bekamen einen gesetzlichen Status in der Form der Internationalen Temperaturskala von 1990 (ITS-90). Kalibriert man Temperaturfühler durch das direkte Eintauchen in die verschiedenen Punkte der Temperaturskala so besteht keine Notwendigkeit diese Fühlerkalibrierung noch mit anderen Normalen zu vergleichen. Es ist diese Kalibration näher an der ITS-90 Skala und hat daher mehr Gewicht und kleinere Messunsicherheiten. Gegen diese Annäherung sprachen die Kosten der so genannten Fixpunktzellen und deren Kalibratoren verbunden mit der Schwierigkeit, sie zu benutzen.



Aus diesem Grund haben bislang nur wenige Laboratorien die Wahl getroffen, Kalibrierungen direkt nach der ITS-90 unter Anwendung von Fixpunktzellen und Kalibratoren durchzuführen.

Der Medusa 510-2 ist ein neuer Kalibrator, entwickelt, um Fixpunkte einfach, automatisch und wirtschaftlich in Betrieb zu nehmen und aufrecht zu halten. In dem Gerät werden digitale Anzeiger, Timer und Regler der neuesten Technologie eingebaut.

 

Arbeitsweise

Der Medusa schaltet sich ca. 2-3 Stunden vor dem Arbeitstag automatisch ein und bringt die Zelle auf das Schmelzplateau. Das eingebaute Anzeigegerät zeigt dem Anwender, wenn er morgens ins Labor kommt, dass die Schmelze begonnen hat und Kalibrierungen durchgeführt werden können. Bei unbenutzter Schmelze dauert diese zwischen 6 und 12 Stunden, und während der Nacht schaltet der eingebaute Timer den Apparat aus und die Zelle beginnt zu erstarren.

Dieser Zyklus wiederholt sich jeden Tag und ermöglicht damit dem Anwender, die Fixpunktzelle jeden Tag, und über den ganzen Tag, ohne weitere Maßnahmen zur Verfügung zu haben. Einzige Wartungsarbeiten sind das Reinigen des Filters wenn er mit Staub belegt ist. Um das Schmelzplateau zu erreichen, wird der Regler- Sollwert auf ca. 1°C über der Fixpunkttemperatur des Fixpunktes gesetzt, der sich im Kalibrator befindet. Das eingebaute Anzeigegerät mit dem Thermometer zeigt nun den Status des Fixpunktes an. Der eingebaute Timer schaltet das Gerät automatisch an und aus.

Technische Daten:

Modell Nr. 510 - 2
Temperaturbereich: 35°C bis 700°C
Stabilität: ±0,03°C
Regler: Digitaler Mikroprozessor Regler mit Anzeige des Sollwertes und der aktuellen Temperatur
Kalibriervolumen: Ø 45 mm x 285 mm Tiefe
Hilfsenergie: 200/240V oder 100/120V; 1kW, 50/60 Hz
Schnittstelle: standardmäßig serielle Schnittstelle, PC Adapter Kabel und Cal NotePad
Abmessungen: Höhe 430mm
  Breite 310mm
  Tiefe 300mm
Gewicht: 17kg
Zubehör: Einsatz (optional): Ø 45 mm x 289 mm Tiefe

 

Verfügbare Fixpunktzellen mit Metallmantel:

Material Temperatur in C° Messunsicherheit in °K
Indium 156.598 ± 0.001
Zinn 231.928 ± 0.002
Blei 327.462 ± 0.010
Zink 419.527 ± 0.005

Indium, Zinn, Blei und Zink-Fixpunkte sehen alle gleich aus. Sie beinhalten einen Barren sehr reines Metall eingeschlossen in einem Graphittiegel. Um Schmutz, Feuchtigkeit und Luft außen vor zu halten, sind sie verschlossen, üblicherweise in Quarzglas. Um die Anwendung von Quarzglas zu vermeiden, sind die Graphittiegel in Metallbehältnisse eingeschlossen. Dabei wird eine Kontaminierung der reinen Barren innerhalb des Tiegels verhindert.

Ebenso wie als Fixpunktkalibrator kann der Medusa auch als Vergleichsbad durch die Anwendung eines gebohrten Einsatzes benutzt werden. Dabei wird der eingebaute Anzeiger und der Temperaturfühler als Vergleichsreferenz benutzt. Weiteres Zubehör ist verfügbar um den Medusa in einen Schwarzen Strahlungsgeber (Kalibrierstrahler) und in ein Gerät um Oberflächentemperaturfühler zu kalibrieren, zu verwandeln. Bitte fragen Sie ISOTECH nach weiteren Einzelheiten.


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